Häufige Fragen zu...
… Regionalwert AG Franken
Erfolge der Regionalwert Idee
Die erste Regionalwert AG wurde 2006 im Raum Freiburg gegründet, initiiert vom Gärtnermeister und Bio-Landwirt Christian Hiß. Dafür wurde er u.a. mit dem Sonderpreis „Social Entrepreneur der Nachhaltigkeit“ des Deutschen Nachhaltigkeitspreises sowie im Jahr 2020 mit dem ZEIT WISSEN Preis Mut für Nachhaltigkeit in der Kategorie Handeln ausgezeichnet. Zudem erhielt durch er Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel die „Social Entrepreneur of the Year“-Auszeichnung der Schwab Stiftung für Social Entrepreneurship, der Unternehmensberatung The Boston Consulting Group und der Financial Times Deutschland.
In Freiburg und auch in einer wachsenden Zahl weiterer Regionen Deutschlands zeigt sich, dass das Unternehmensmodell der Regionalwert AG erfolgreich funktioniert und zukunftsweisend ist.
Was ist Ziel und Zweck der Regionalwert AG Franken?
Die Regionalwert AG Franken will eine zukunftsfähige Land- und Lebensmittelwirtschaft fördern. Die Erzeugung und Vermarktung von Bio-Lebensmitteln sowie die Zusammenarbeit zwischen Betrieben in Franken und angrenzenden Regionen sollen gestärkt und von Bürgerinnen und Bürgern mitfinanziert werden – das ist die Regionalwert-Idee. Hierzu werden Bürgeraktien ausgeben, damit möglichst viele Menschen die Regionalwert Idee in Franken mit voranbringen können.
Die Regionalwert AG Franken investiert in ökologische Unternehmen und Bio-Betriebe entlang der gesamten Lebensmittelwertschöpfungskette – Produktion, Verarbeitung und Handel. Der genaue Zweck der Regionalwert AG ist in einer Satzung definiert.
Wie ist die Regionalwert AG Franken aufgebaut?
Die Organe der Regionalwert AG bestehen aus der Hauptversammlung der Aktionäre sowie dem Vorstand und Aufsichtsrat.
Der Vorstand fungiert als Geschäftsführung der Regionalwert AG. Er trifft die täglichen Entscheidungen.
Der Aufsichtsrat ist die ehrenamtliche Vertretung der Aktionäre. Er kontrolliert den Vorstand. Der Aufsichtsrat wird für fünf Jahre von der Hauptversammlung gewählt. Der Vorstand muss dem Aufsichtsrat alle Investitionsentscheidungen zur Zustimmung vorlegen.
Die Hauptversammlung der Aktionär*innen entlastet Aufsichtsrat und Vorstand. Sie entscheidet darüber hinaus über Satzungsänderungen, Kapitalerhöhungen (also neue Aktienausgaben) – und darüber, wie Gewinne verwendet werden sollen: als Dividende auszahlen oder wieder investieren
Wie finanziert sich die Regionalwert AG Franken?
Die Regionalwert AG Franken ist derzeit in der Aufbauphase. Sie finanziert sich deshalb teilweise noch aus dem Eigenkapital. Oder anders gesagt: Unsere Aktionärinnen und Aktionäre leisten mit ihren Aktien auch einen Beitrag für den Ausbau unserer gemeinsamen Bürgeraktiengesellschaft.
Unsere Ertragspotentiale speisen sich aus folgenden Quellen:
- Rückflüsse aus unseren Investitionen: Beteiligungsgewinne sowie Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung der erworbenen Wirtschaftsgüter (wie z.B. Nutztierbestand, Maschinen und landwirtschaftliche Flächen)
- regelmäßige Mitgliedsbeiträge von Lizenzpartnern
- Rückflüsse aus Dienstleistungen, die wir anbieten: z.B. die Bewertung von Nachhaltigkeitsleistungen mittels der „Regionalwert-Leistungsrechnung“
Was ist Ziel und Zweck der Regionalwert AG Franken?
Die Regionalwert AG Franken will eine zukunftsfähige Land- und Lebensmittelwirtschaft fördern. Die Erzeugung und Vermarktung von Bio-Lebensmitteln sowie die Zusammenarbeit zwischen Betrieben in Franken und angrenzenden Regionen sollen gestärkt und von Bürgerinnen und Bürgern mitfinanziert werden – das ist die Regionalwert-Idee. Hierzu werden Bürgeraktien ausgeben, damit möglichst viele Menschen die Regionalwert Idee in Franken mit voranbringen können.
Die Regionalwert AG Franken investiert in ökologische Unternehmen und Bio-Betriebe entlang der gesamten Lebensmittelwertschöpfungskette – Produktion, Verarbeitung und Handel. Der genaue Zweck der Regionalwert AG ist in einer Satzung definiert.
Welche Region umfasst die Regionalwert AG Franken?
Die Regierungsbezirke Ober-, Mittel- und Unterfranken sowie angrenzende Gebiete.
… Bürgeraktien
Wie zeichnet man die Regionalwert-Aktien?
Das Aktien-Zeichnen ist ganz einfach:
1. Zeichnungsunterlagen und Verbraucherinformationen durchlesen,
2. Zwei Zeichnungsscheine ausfüllen und an die Regionalwert AG Franken schicken, (Kontaktdaten)
3. Unsere Zahlungsaufforderung abwarten und den jeweiligen Betrag erst anschließend gemäß den aktuellen Zeichnungsbedingungen überweisen.
4. Nach dem Ende des Ausgabezeitraumes werden die Aktien zugeteilt. Die Aktionär*innen werden in das Aktienbuch eingetragen, sobald die Kapitalerhöhung im Handelsregister angemeldet ist, in der Regel etwa 6-8 Wochen dem Ende der Ausgabe.
Was kostet eine Aktie?
Unsere Aktien haben einen Ausgabewert von 600 € mit einem Nennbetrag von 500 EUR.
Bekomme ich Rendite?
Eine Beteiligung an der Regionalwert AG Franken ist eine unternehmerische Investition. Eine finanzielle Rendite oder Ausschüttung ist nicht garantiert; das eingesetzte Kapital kann teilweise oder vollständig verloren gehen. Neben wirtschaftlichen Zielen verfolgt die Regionalwert-Idee soziale, ökologische und regionalökonomische Anliegen. Diese Anliegen sind von einer finanziellen Rendite zu unterscheiden und stellen keine zugesicherte Umweltwirkung des Aktienkaufs dar. Dazu berichten die Betriebe den Aktionär*innen auf der Hauptversammlung anhand von Kriterien über ihre Entwicklung und ihre betrieblichen Maßnahmen. Für eine konkrete Leistungsbewertung sind der jeweilige Betrieb, der betrachtete Zeitraum, die Datengrundlage und die Bewertungsmethode maßgeblich. Über die Verwendung der Gewinne der AG entscheidet die Hauptversammlung.
Zu den sozialen Betrachtungsfeldern zählen Bezahlung, Einbindung und Arbeitsplatzqualität der Mitarbeiter*innen, der Einsatz von Fachkräften sowie die Bildungsarbeit der Höfe. Die regionalökonomische Betrachtung umfasst die wirtschaftliche Aufstellung und Vernetzung der Betriebe. Die ökologischen und tierbezogenen Betrachtungsfelder umfassen Bodenfruchtbarkeit, Biodiversität, Klimaschutz und Tierwohl. Ob und in welchem Umfang Verbesserungen erreicht werden, muss für das jeweilige Vorhaben belegt werden.
Kann ich die Aktie wieder verkaufen?
Ja, die Aktien können wiederverkauft werden. Dazu wird zwischen Neu- und Alt-Aktionär*innen ein einfacher Kaufvertrag erstellt und der Vorstand der Regionalwert AG muss diesem Geschäft zustimmen.
Kann ich Aktien verschenken?
Ja, dafür braucht die AG einen schriftlichen, unterzeichneten Antrag auf Übertragung. Vom neuen Aktionär bzw. von der neuen Aktionärin werden dann folgende Angaben benötigt: Name, Adresse, E-Mail, Geburtsdatum, Steuernummer, Steuer-Identifikationsnummer, Wohnsitzfinanzamt.
Habe ich Anrecht auf die Produkte der Partnerbetriebe?
Nein, die Aktionär*innen haben keine Anrecht auf die Produkte der Partnerbetriebe. In anderen Regionalwert AGs sind aber Lieferkisten und Verkaufsstellen entstanden. Dort können die Aktionär*innen Produkte der Partnerbetriebe kaufen, zudem besteht natürlich häufig auf den Höfen und auf Märkten auch die Möglichkeit, Produkte zu erwerben.
Wird es einen Börsengang geben?
Nein, die Aktien sind Namensaktien, d.h. sie werden nicht an der Börse gehandelt und es ist im Regionalwert-Konzept auch kein Börsengang vorgesehen. Eine Namensaktie ist eine Aktie, die im Aktienregister der Aktiengesellschaft auf den Namen Ihres Inhabers eingetragen ist. Alle Aktionäre sind der Gesellschaft also namentlich bekannt.
Gibt es einen Inflationsausgleich?
Nein, ein Inflationsausgleich ist nicht möglich.
... Partnerschaften
Wie kann ich Regionalwert-Patnerbetrieb werden?
Es gibt Beteiligungskriterien zur Beteiligung der Regionalwert AG an den Betrieben. Diese beinhalten ökologische, soziale und regionalökonomische Kriterien. Eine Voraussetzung ist zum Beispiel, dass der Betrieb ökologisch bewirtschaftet wird oder sich in der Umstellung befindet.
Was habe ich von einer Partnerschaft?
In den bisherigen Regionalwert AGs sind Kooperationen zwischen den Partnerbetrieben entstanden. Es wurden gemeinsame Logistik, Verarbeitung & Vermarktung aufgebaut. So sind z.B. Hofläden, Lieferkisten, Marktschwärmereien entstanden.
Die Marke „Partnerbetrieb der Regionalwert AG Franken“ macht eine vertragliche Partnerschaft sichtbar. Die Bio-Qualität unserer Bio-Partnerbetriebe wird über EU-Bio und gegebenenfalls zusätzliche Verbandszertifizierungen wie Demeter oder Bioland kontrolliert. Diese Zertifizierungen stehen neben der Regionalwert-Partnerschaft.[1] Die jeweiligen Standards und Quellen finden Sie in unserer Partnerübersicht; Herkunft und Verbandsqualität sind am konkreten Produkt ausgewiesen. Ob und wie das Partnerlogo auf Produkten eingesetzt werden darf, richtet sich zusätzlich nach den geltenden Kennzeichnungsregeln und dem jeweiligen Partnervertrag.
Was wird von mir als Partner erwartet?
Beim Aufbau unseres Netzwerks der Partnerbetriebe wird erwartet, dass sich dort die Betriebe einbringen. Des Weiteren lädt die Regionalwert AG gemeinsam mit den Betrieben z.B. die Aktionär*innen und interessierte Personen auch zu Veranstaltungen (z.B. Hofführungen, Hoffeste und Hofkinos) ein.
In der Hauptversammlung berichten die Partnerbetriebe zudem über ihre betrieblichen Maßnahmen und Entwicklungen in den Bereichen Ökologie, Soziales und regionale Zusammenarbeit.
Und wenn ein Betrieb insolvent wird?
Das Risiko der Insolvenz liegt erstmal bei den Betrieben. Da die Regionalwert AG bei Beteiligungen Kapital zur Verfügung stellt, welches für die Betriebe Eigenkapital darstellt und sie am Gewinn und Verlust beteiligt ist, trägt sie das Risiko auch mit. Die Regionalwert AG wird selbstverständlich mit den Betrieben versuchen, rechtzeitig andere Lösungen zu finden.
Können nur Bio-Betriebe mitmachen?
Ja und Nein. Die Regionalwert AG Franken beteiligt sich v.a. an ökologisch wirtschaftenden Betriebe. Es können auch konventionell bewirtschaftete Betriebe mitmachen, wenn sie einen Zeitplan zur Umstellung auf ökologischen Landbau vorlegen.

